Ausschnitt aus einer längeren Geschichte

… Das klang ja dringend. Melinde beendete das Frühstück. „Auf, auf! Meine Schwester braucht mich!“ „Und obwohl ihr meine Gäste seid, sollt ihr mitkommen“, rief sie.

Luna rief: „Natürlich. Oder, Laila? Nachdem wir gestern diese spontane Führung hatten, bin ich bereit, Melinda zu helfen.“ Laila fand auch, dass es höchste Zeit war aufzubrechen. Ohne die Tür abzuschließen, verließen sie das Haus. Melinde fuhr schneller als bei der letzten Fahrt. So erreichte die besorgte Gastgeberin mit den zwei unterschiedlichen Kindern die Raubtierrettungsstation. Melinda wartete mit kreidebleichem Gesicht auf sie. „Schwesterherz, was ist passiert?“, sagte Melinde.

„Bei uns wurde eingebrochen. Nein, ein Tier wurde entführt! Ach, Royal hatte es so gut bei uns.“ Die Worte kamen mühsam aus der Chefin heraus. Laila japste. Royal war doch der Luchs, den sie gestern gesehen hatten. Luna und sie tauschten Blicke aus. Eines stand fest: Sie wollten das Rätsel lösen und würden es tun! Luna begann mit der Ablenkung. „Dürfen Laila und ich mal die Umgebung erkunden? Vielleicht finden wir was!“

Beide Frauen schauten sich an. „Okay, aber vorsichtig! Nicht, dass ihr Spuren verwischt“, rief Melinda streng. Doch bevor sie noch irgendetwas ergänzen konnte, waren die Kinder weg.

„Schau mal, da ist was!“ Luna zeigte auf die Käfigtüren außen. „Royals ist offen!“ Schnell huschten die Mädchen zu der Tür. Laila murmelte: „Aufgeschlossen, nicht aufgebrochen. Weißt du was, Luna? Es muss ein Pfleger gewesen sein, weil nur die Schlüssel für die Türen haben.“

„Und nur Frau Queeny hat den Schlüssel für Royal, hat sie gestern gesagt, weißt du noch? Melinda kann es nicht sein, denn sie war zu geschockt. Ich glaube, Frau Queeny war es!“, ergänzte Luna. Und jetzt sahen es beide. Eine Kistenspur. Dann Fußspuren. „Hinterher!“, riefen beide. Laila wunderte sich, warum sie sich mit Luna so gut verstand. Sie kannten sich noch nicht so lange. Aber beide liebten Rätsel. Die Spur führte immer tiefer in den Wald…

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