Der Eisenbahnüberfall

1. Kapitel: Der Geldtransporterzug

„Gerade fährt der Zug in den Tunnel“, sagte der Oberhauptmann der Polizei zum Chef. „Ihr müsst wissen, dass dieser Transport ein Vermögen wert ist. Dies ist der Zug, in dem mehr als 1 Million Euro transportiert werden.“

„Darum sind alle auch vorsichtig und der Zug fährt nicht so schnell. Wir haben große Gefahr im Tunnel überfallen zu werden“, sagte der Chef. „Deshalb müssen wir dringend alles sichern“, sagte er noch.

Der Polizist gab das Gespräch über Funk weiter: ,,Alles absichern, Befehl vom Chef.“ „So, das hätten wir, Chef“, sagte der Polizist.

Er hieß, falls ihr es wissen möchtet, Oberhauptmann Grinsler, er war, wie es im Namen schon versteckt ist, Oberhauptmann der Polizei. Er hörte sich jeden Befehl an und gab ihn den Polizisten weiter. Deshalb saß er meistens mit einer Tasse Tee oder Kaffee hinter seinem Schreibtisch und gab die ganze Zeit Befehle weiter. Er war zwar der Oberhauptmann, aber durfte noch lange nicht selbst entscheiden, wie es weiter gehen sollte, das machte schön der Hauptmann. Somit wäre mal das geklärt, also zurück zur Geschichte.

Die Polizei sicherte also alles ab. Aber da waren noch die Diebe. Die Polizei ahnte das noch nicht, aber ohne Räuber wäre diese Geschichte ein Reinfall. Also musste es Räuber geben.

So ist es meistens. Also muss es auch Räuber geben. Deshalb gibt es auch in meiner Geschichte welche.

 

2. Kapitel: Die Räuber neben den Schienen

Wie ich schon sagte, in dieser Geschichte gibt es Räuber und in diesem Kapitel erfahren wir mehr über sie. Der Boss, also der Räuber Hauptmann, rief: „Schnell, schmeißt den Baum auf die Schienen. Es ist höchste Zeit!“

„Aber der Baumstamm wiegt so viel und ist auch noch so riesig“, sagte der kleinste und schwächste Räuber von allen mit einem kläglichen Unterton. Deshalb ist der Räuberhauptmann gekommen und hat ihm mal einen Marsch geblasen, den wir uns lieber nicht anhören wollen. Es ist, wie ihr euch wahrscheinlich schon denkt, kein normaler Marsch, schließlich ist das hier kein Liederbuch, sondern ein Krimi. Gut, also schmiss er mit den anderen Räubern zusammen den Baum auf die Schienen. Der Zug blieb mit einem knatternden Geräusch stehen. Ein Polizist sprang aus dem Zug und lief zum Baumstamm. Die Räuber erwarteten ihn schon. Und der Räuberhauptmann wollte seine Uniform mit seiner Kleidung austauschen und sagte: ,,Du bist still und sagst nichts sonst, gibt’s was auf die Nase! Verstanden?!“

„Nicht so laut“, sagte einer der Räuber.

„Du hast recht, Max, wir sollten nicht so laut sein. Ihr wartet hier auf mich, falls noch mehr Polizisten kommen sollten, rennt ihr einfach in den Wald und geht in unser Versteck, O.K?“

„Verstanden, Boss“, sagten die Räuber leise im Chor.

„Gut, dann kannst du mal denn LKW holen, ich mach mich dann mal an die Arbeit.“

 

3. Kapitel: Der Überfall

Währenddessen machten sich der Oberhauptmann und der Polizeichef Sorgen um den Polizisten, schließlich war er einer ihrer wichtigsten und mutigsten Leute und den wollten sie auf gar keinen Fall verlieren. Genau in diesem Moment kam der verkleidete Räuberhauptmann zum Wagen vom Polizeichef und vom Oberhauptmann. Er sagte: „Es ist alles okay, wir können den Baumstamm ohne weitere Sorgen aus dem Weg räumen und weiterfahren. Die Techniker habe ich schon informiert. Sie sagten, bei dem Baumstamm bräuchten sie Hilfe von allen Leuten. Es sind keine Diebe oder Räuber unterwegs.“

„Wirklich nicht?“, sagte der Chef misstrauisch.

„Wirklich nicht“, sagte der als Polizist verkleidete Räuberhauptmann.

„Gut, sage allen anderen sie sollen kommen und mithelfen.“

„Verstanden“, antwortete darauf der Oberhauptmann der Polizei. Dann kamen alle Polizisten aus dem Wagen mit dem Koffer voller Geld. Der Koffer war riesig. Er war so groß wie ein Kühlschrank. Schließlich waren auch kleine Kästchen mit Edelsteinen und Goldbarren schön eingeordnet darin. Und Geldbündel und Münzen. Der Räuberhauptmann nahm den Koffer und schleppte ihn nach draußen. Dann pfiff er einmal und einer der anderen Räuber erschien. Er half ihm, den Koffer in Richtung Waldrand zu tragen. In weniger als 18 Minuten hatten sie es geschafft. Der Räuber war der Stärkste nach dem Räuberhauptmann.

Der Räuberhauptmann ist immer der Stärkste von allen, das ist immer so, deshalb auch bei mir.

 

4. Kapitel: Die Polizei im Einsatz

Währenddessen bei der Polizei. Sie haben schon lange gemerkt, dass die Räuber sie ausgetrickst haben. Sie haben ihren Kollegen an seiner Stimme erkannt. Der Polizist erklärte ihnen, dass die Räuber sich schon aus dem Staub gemacht hätten.

Das war blöd und niemandem ist eingefallen, dass sie sofort zum Wagen mit dem Koffer mussten, aber leider mussten sie sich von diesem Schreck erholen und niemand achtete darauf zu kommen. Deshalb war heute in den Nachrichten zu hören: „Heute gab es einen großen Eisenbahnüberfall. Bitte beruhigen Sie sich, es ist niemandem etwas passiert. Bisher wurden keine Hinweise und Verdächtigen herausgefunden, es ist alles unklar. Dies ist die heutige schnelle Meldung.“ „Dies ist eine Produktion des ORF!“, ertönte es noch aus den Lautsprechern. Natürlich haben die Räuber Nachrichten geschaut. Sie wollten wissen, ob es irgendwelche Verdächtigen, Hinweise, Spuren und Beweise gäbe, aber es gab nichts davon. Zur Freude für die Räuber, Pech für die Polizei. Die Räuber feierten mit Rum, Sekt, Bier, und anderen Getränken, wo Alkohol drinnen ist. Dann am nächsten Morgen waren alle Räuber betrunken. Sie watschelten so herum und mal so herum. Es war einfach lustig, wie sie da herum taumelten. Und die Polizei war immer noch keinen Schritt weiter.

Immer noch Pech für die Polizei und Glück für die Diebe, aber vielleicht ändert sich das noch im Lauf der Geschichte. Also, seid gespannt, wie es weitergeht!

 

5. Kapitel: Das Versteck

Das Versteck der Räuber sieht so aus: Es ist eine Höhle. Wenn man unten an einem Felsen drückt, dann geht eine Felswand nach oben und man kann reingehen. Die Räuber haben danach eine Tür aus Eisen, die man nur mit einem dicken Schlüssel aufsperren kann. Die Räuber haben darin vier Betten, einen großen Schreibtisch mit Computer, Waschbecken und vieles mehr. Ihr fragt euch, wie man in einer Höhle Strom und Wasser bekommen kann? Nun, das ist ganz einfach. Neben der Höhle sind Wasser, Strom, TV-Leitung und Abwasserrohre und Kabel versteckt, also haben sich die Räuber alles so einrichten lassen, dass auch sie Strom und eben alles, was ich jetzt aufgezählt habe, bekommen. Es ist ganz raffiniert. Außerdem haben sie die Höhlenwände mit Rigipsplatten belegt, den Fußboden haben sie einfach mit Brettern belegt, sodass das wie in einem echten Zimmer aussieht. Das macht die ganze Sache gemütlicher. Sie haben auch ein Sofa vor ihrem Fernseher. Sie haben auch Internet und WLAN.

Die Räuber lagen gerade in ihren Betten, als der Oberhauptmann der Polizei gerade um den Felsen schlich, in dem auch die Höhle der Räuber war. Er hatte es schon immer verdächtig gefunden, dass da manchmal gedämpfte Stimmen herauskamen. Natürlich glaubte jeder, der Felsen sei ein normaler Felsen, aber niemand wusste davon.

Natürlich glaubt ihr, dass das nicht logisch ist, weil ihnen ja jemand alles einbauen musste. Aber alles, was ein Mechaniker und Installateur können, können auch die Räuber. Klartext: Sie haben die Rohre und Leitungen verlegt. Zurück zur Geschichte.

Der Oberhauptmann war leider so wie immer sehr ungeschickt. Er tappte genau in eine Falle, die die Räuber gelegt haben. Er trat auf einen Ast, dann ging alles ganz schnell: Der Boden gab nach, er fiel in die Tiefe und er holte sich manche Beulen und blauen Flecken.

Bei den Räubern oben kam auf einmal ein lauter ,,PIEPS“ an, sodass die Räuber sofort hochschreckten. Der Boss holte einen Schlüssel unter seinem Polster hervor und schloss eine eiserne Gittertür auf. Dann ging er noch einige Stufen nach unten und schloss noch eine eiserne Tür auf – dieses Mal ohne Gitter. Er nahm den Schlüssel und sperrte auf. Dort lag der Oberhauptmann der Polizei im Stroh. „Lasst mich frei oder ich schieße!“, brüllte er. Dann erst merkte er, dass all seine Sachen, die im Gürtel verstaut waren, weg waren. Er schaute sich um und dann fiel ihm ein, dass seine Sachen wahrscheinlich aus dem Gürtel gefallen waren und durch das Gitter, das im Boden war, durchgefallen sein mussten. Und jetzt kam auch der Boss wieder. Er kam durch einen Gang, der hinter einer Mauer war. Er drückte einen Knopf und die Wand schob sich auf die Seite. Der Räuberhauptmann kam mit allen Sachen zurück, die der Polizist im Gürtel hatte. Der Polizist wurde blass und sagte: „Ich werde alles tun, was ihr sagt.“ Der Räuberhauptmann lachte laut und verschwand. Die Räuber hatten ihm nur ein Stück Brot und ein Glas Wasser dagelassen. Natürlich machten sich alle im Dorf Sorgen, was da wohl passiert war, dass er nicht wieder auftauchte. Es war alles schrecklich!

 

6. Kapitel: Die große Spur

Es hatte geregnet, als die Räuber den Zug ausgeraubt hatten. Es war aber schon wieder alles trocken und die Fußspuren der Räuber waren geblieben. Die Polizei sah sie und wusste, dass die Räuber Richtung Osten gegangen sein mussten, also schickten sie viele Leute los, um ihr Versteck zu finden. Sie gelangten gerade noch zum Waldrand, da waren die Spuren verschwunden. Dann fiel ihnen ein, dass natürlich die Bäume den Regen versperrten, also konnte er nicht zum Boden gelangen. Trotzdem gingen die Polizisten immer noch nach Osten. Es wäre auch alles gut gegangen, wenn sie sich nicht verirrt hätten. Sie hatten es noch gar nicht gemerkt, auf einmal piepsten ihre Funkgeräte. Das bedeutete, dass es keinen Funkkontakt mehr gab. Außerdem hieß das, dass sie jetzt bei der Grenze waren. Die Polizei eines anderen Landes darf nicht ohne Erlaubnis in ein anderes Land fahren oder wie in unserem Fall gehen. Also gingen sie zurück, aber es war schon zu spät. Sie gingen eben nicht nach Osten zurück, nein, sie gingen in Richtung Südosten zurück, was hieß, dass sie im Moment in die falsche Richtung gingen und genau dort landeten, wo sie es nicht vermutet hätten. Sie landeten am alten Steinbruch mitten im Land. Sie wollten über ihre Funkgeräte Hilfe holen, zum Glück gelang es ihnen und sie wurden von einem Hubschrauber abgeholt. Es war richtig spannend. Die Polizisten wurden wieder ganz am Anfang abgesetzt, doch dann verlor Paul, ein Polizist, seine Mütze. Er suchte die Mütze, da fand er eine Spur aus Münzen. Der Koffer musste ein Loch gehabt haben. Sie gingen der Spur nach. Sie landeten bei dem Felsen, wo die Räuber waren, sie schauten, wo die Spur hinführte, genau in die Felswand. Sie klopften die Felswand ab, nichts. Auf einmal roch der Hund, den sie jetzt mitgenommen hatten, irgendein Tier.

 

7. Kapitel: Geschnappt

Der Hund stieß mit der Schnauze an den unteren Rand der Felswand. Mit einem langsamen Grollen öffnete sich das Tor. Die Polizisten rannten hinein und stießen gleich an der eisernen Tür an, die am Eingang war. Sie hauten mit Fäusten an die Tür, es geschah nichts, gar nichts. Die Tür bewegte sich nicht den kleinsten Millimeter. Es war zum verrückt werden, sie waren schon so weit und jetzt sollten sie aufgeben?! Nein! Das nicht! Sie holten Werkzeuge, die sie benutzen mussten, um eine Tür aus den Angeln zu heben. Sie holten sie und die Tür fiel krachend zu Boden. Auf einmal ging eine Alarmanlage an. Die Polizisten erschreckten sich so, dass sie ganz vergaßen, warum sie hier waren, und blieben wie angewurzelt stehen. Hinter der Tür erschien langsam eine Steinmauer! Hinter ihnen kam die Steinmauer auch herunter. Sie waren gefangen! Der Boden rutschte auch wie bei dem Oberhauptmann der Polizei weg. Sie fielen hinunter und sie landeten genau auf dem Oberhauptmann der Polizei. Der erzählte ihnen, was hier passiert war. Doch sie hatten ihre Funkgeräte in der Hand, also konnten sie nicht auch in das Gitter fallen.

Ihr fragt euch, warum sie ihr Funkgerät in der Hand hielten? Das ist leicht zu beantworten: Wenn die Polizei weiß, dass gleich hinter der Tür oder nach dem Hindernis Verbrecher sind, dann haben sie ihr Funkgerät in der Hand, um Verstärkung zu rufen und einen Gefängniswagen der JVA.

So kam es, dass alles wie früher war und die Räuber hinter Gitter sitzen. Alles so, wie es nicht besser sein kann.

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